Porsche 910
1967 · Rennsportprototyp
Nach über einem Jahr umfassender Vollrestaurierung erfolgte der Rollout des Porsche 910 auf dem Übungsplatz Birkhau bei Kirchheim/Teck. Mit nur 980 mm Höhe wirkt der Wagen fast zierlich – und strahlt trotz seiner schmalen Glasfaser-Karosserie eine beeindruckende Präsenz aus. Der 910 („Carrera 10") entstand 1966–68 als Weiterentwicklung des 906, ausschließlich für das Werksteam. Nur rund 35 Exemplare wurden gebaut. Der luftgekühlte 2,0-Liter-Sechszylinder-Boxer (Typ 901) leistet bei 8.000/min rund 220 PS und überträgt seine Kraft über ein Fünfgang-Getriebe mit Sperrdifferential.
Porsche 906 Carrera 6
1966 · Rennsportprototyp
Mit dem 906 begann 1966 die Ära der reinen Leichtbau-Rennwagen. 67 Exemplare des Carrera 6 entstanden, überwiegend für Privatkunden. Chassis 126 ging an den Schweizer Sammler Dr. Hans Kühnis und debütierte bei der Targa Florio 1966 – dem Rennen, bei dem Porsche Gesamtsieger wurde. Nach über fünf Jahrzehnten Renneinsatz und einem schweren Unfall am Salzburgring 2020 baute das ORCA-Team den 906/126 in einer Totalrestauration wieder exakt in den Originalzustand von 1966 auf.
Porsche 550 Spyder
1954 · Le-Mans-Prototyp
Der Porsche 550 Spyder Prototyp (Chassis 12, 1954) wurde zurück in seine originale Le-Mans-Lackierung versetzt – Silber, Startnummer 39, mit türkisblauen Markierungen an den hinteren Seitenkanten. Fehlende Originalteile wie die Startnummernbeleuchtung wurden aufwändig rekonstruiert, teils per CAD-Scan und 3D-Druck. Heute ist der Wagen ein vielbeachtetes Ausstellungsstück im Museum von Le Mans – zurück am Ort seines ersten Triumphes.
Porsche 917-015
1970 · Daytona-Gesamtsieger
Der Porsche 917 (Chassis 15, 1970) errang beim 24-Stunden-Rennen von Daytona mit Pedro Rodríguez und Leo Kinnunen den Gesamtsieg. In den Gulf-Farben wurde er durch den Filmklassiker „Le Mans" mit Steve McQueen zur Legende. Nach fast 50 Jahren bei verschiedenen Sammlern kam der Wagen 2020 zu ORCA. Über drei Jahre dauerten die Arbeiten, bis er im Januar 2024 im rennfertigen Originalzustand von 1970 an seinen Eigentümer zurückgegeben wurde.
Porsche 911 R
1967 · Jo Siffert
Dieser 911 R gehörte der Rennsportlegende Jo Siffert. Bei ORCA wurde er einer aufwendigen Restauration unterzogen – der Lack originalgetreu wiederhergestellt, bewusst mit den typischen Spuren der Alterung. Ein ausführlicher Bericht über das Fahrzeug und seine Restaurierung erschien als Titelstory der Erstausgabe 01/2023 des Schweizer Magazins „Spirit".
Porsche 917-045
1971 · Le-Mans-Werkswagen
Die optische Restauration des 917/045 erfolgte zwischen Juli und September 2020. Der Wagen startete 1971 mit Siffert/Bell in Le Mans und ging später in Martini-Farben als Dauerleihgabe an das ACO-Museum in Le Mans. Für die Sonderausstellung „Made for Le Mans" wurde er in die Original-Lackierung von 1971 zurückversetzt – inklusive originalgetreuer „Lackschäden", wie sie im Renneinsatz entstehen.
Porsche 917 Spyder
1971 · Interserie
Das Originalfahrzeug der Interserie 1971 – der dritte Porsche 917, der bei ORCA Restoration neu aufgebaut wurde. Ein weiteres Kapitel in der 917-Geschichte des Hauses.
Porsche 910 Bergspyder
1967 · Bergrennwagen
Ein außergewöhnlich seltenes Auto: eines von nur zwei erhaltenen Exemplaren – das zweite steht im Porsche-Museum. 1967 gewann der Wagen am Mont Ventoux das Bergrennen der Europa-Bergmeisterschaft. Extremer Leichtbau: nur 464 kg. Der Achtzylinder-Boxer ist ein direkter Abkömmling des Porsche-Formel-1-Motors. ORCA baute das bis dahin stark modifizierte Fahrzeug komplett neu auf – zerlegt bis zur letzten Schraube – und brachte es zurück in den Auslieferungszustand von 1967.
BMW M3 Touring
2026 · Einzelstück
Ein BMW M3 der Baureihe E30 als Kombi, eine Karosserieform, die BMW nie gebaut hat. Das Einzelstück entstand bei ORCA Restoration gemeinsam mit dem Team Schneider im Auftrag der Mast-Jägermeister SE und wurde 2026 beim Ultrace im polnischen Danzig erstmals gezeigt.